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Kaderworkshop, Führungsentwicklung

Steine ins Rollen bringen

Gruner AG LogoGruner AG — Schweizer Ingenieur- und Planungsunternehmen mit rund 1'100 Mitarbeitenden.
Führungskräfte von Gruner schieben Sandsteine über eine Kreuzung

Bilder: Leadnow und Atelier für Sonderaufgaben

«Lohnt sich das? Ganz bestimmt! Wer bereit ist, sich auf Ungewohntes einzulassen und auch die eigene Führung zu hinterfragen, investiert hier in weit mehr als einen gemeinsamen Tag.»
Sascha Brand, Standortleiter Infrastruktur und Raumplanung Bern

Ausgangslage

Juri Schuler leitet den Geschäftsbereich Infrastruktur bei Gruner. Sein Anspruch an die Führungsmannschaft: mehr Eigenverantwortung, "Just do it" statt zögern. "Ich erlebe im Alltag oft Situationen, bei denen gezögert oder zu lange zugewartet wird, bevor etwas unternommen wird. Das möchte ich ändern", sagt Schuler. Ein solcher Anspruch lässt sich nicht per Ansage verordnen.

Führungskräfte von Gruner im Gespräch am Kadertag

Intervention

Führung lässt sich nicht erklären, nur erleben. Zusammen mit den Konzeptkünstlern Frank und Patrik Riklin entwickelte Leadnow über neun Monate das Format "Steine ins Rollen bringen", mit Kickoff und zwei Vortreffen. Am zweitägigen Kadertag auf der St. Petersinsel bei Biel schoben die 60 Führungskräfte zehn rund 80 Kilogramm schwere, beschriftete Sandsteine über die Insel — ein Kunstwerk, das schon vorher schweizweit für Aufsehen sorgte. Kein Vortrag, keine Folie zum Festhalten — wer nicht mitschob, kam nicht voran. "Wieso muss ich den Stein schieben?", fragte ein Teilnehmer zu Beginn unverblümt.

Der Kadertag selbst dauerte zwei Tage — vorbereitet wurde er über ein halbes Jahr, mit mehreren Sitzungen und einer Spurgruppe aus Führungskräften, die das Format Schritt für Schritt mitentwickelt und getestet haben.

Sandsteine werden über die St. Petersinsel geschoben

Ergebnis

Am zweiten Tag sagte derselbe Teilnehmer zu Juri: "Langsam verstehe ich, was ihr damit bezweckt." Juri beobachtet seither im Alltag deutlich mehr Verantwortungsübernahme — "Just do it" ist vom Ansage-Satz zum Zuruf unter Kolleg:innen geworden.

«Das eigentliche Ergebnis liegt für mich nicht darin, dass wir die Steine von A nach B bewegt haben. Vielmehr haben die Steine etwas in uns bewegt. Plötzlich standen nicht mehr Funktionen oder Hierarchien im Vordergrund, sondern das gemeinsame Handeln. Diesen Schwung nutzen wir in der aktuellen Organisationsentwicklung des Standortes Bern. Statt Veränderungen einfach von oben vorzugeben, beziehen wir unser Führungsteam aktiv in die Entwicklung ein.» (Sascha Brand)

"Die Arbeit mit dem persönlichen ‹Stein› hat sichtbar gemacht, welche Erfahrungen und Stolpersteine jede Führungskraft in ihre Führungsarbeit mitbringt. Der Ansatz war unkonventionell – gerade deshalb hat er neue Perspektiven eröffnet." (Malika Lutz, HR)

"Ich bin seither von vielen darauf angesprochen worden, wie toll sie das fanden und was es bei ihnen ausgelöst hat — auch von externen Personen. Das zeigt, dass wir einen Nerv der Zeit getroffen haben." (Juri Schuler)

Führungskräfte von Gruner nach dem Kadertag
Impression vom Kadertag GrunerImpression vom Kadertag GrunerImpression vom Kadertag Gruner